Grußwort von Karlheinz Böhm | Foto: Per-Anders Petterssen

Liebe Freunde der SISSI-Filme,

das 50jährige Jubiläum der SISSI-Film-Trilogie am 23. Dezember 2005 hat für mich in mehrfacher Hinsicht eine denkbare Bedeutung.

Zum einen sind es gutgemachte Unterhaltungsfilme mit unerwartetem kommerziellen Erfolg , die genau den Geist der damaligen Zeit und die Veränderungsbedürfnisse des Publikums bedienen, nicht nur in Deutschland, Österreich und der Schweiz, sondern in vielen Ländern der Welt. Diese Filme sind Kulturgeschichte, weil der Regisseur Ernst Marischka der Nachkriegsgesellschaft der fünfziger Jahre damit ein harmonisches Heile-Welt-Bild lieferte, einer Gesellschaft, die in Deutschland und Österreich durch den Nationalsozialismus und die Zerstörung des Landes in Wirklichkeit total kaputt war. Leider haben diese Filme mit der historischen Realität der Habsburger herzlich wenig zu tun, denn die tatsächliche Geschichte des österreichischen Kaiserhauses zwischen 1848 und 1918 bietet eher Stoff für einen Horrorfilm.

Zum anderen hätte ich damals nie geglaubt, dass diese SISSI-Filme zu einem Mythos werden. Sie sind ein Teil meines Lebens. Für mich bedeutete die Popularität der SISSI-Filme aber auch, und das galt noch viel mehr für Romy Schneider, dass ich als Schauspieler eine gewisse Festlegung erfuhr und lange Zeit nur noch Angebote bekam, die alle zum gleichen Darsteller- Genre gehörten.

Als sich am 16. Mai 1981 durch meinen Auftritt in der dritten Sendung von „Wetten, dass..?”, die Gründung der Stiftung Menschen für Menschen und die Konfrontation mit der unbeschreiblichen Armut der Menschen der Sahel-Zone mein Leben total veränderte, war es auch das Image der SISSI-Filme und die damit verbundene Popularität, die mir anfänglich half, das Vertrauen und die Unterstützung so vieler Spenderinnen und Spender für meine Arbeit in Äthiopien, einem der ärmsten Länder der Erde, zu gewinnen. Ich bin persönlich von Herzen dankbar, dass ich noch heute, 50 Jahre später, durch diese Filme so sehr die Herzen eines Millionenpublikums berühre, das mir auch dann seine Aufmerksamkeit schenkt, wenn ich auf das Schicksal jener Menschen hinweise, die so sehr unserer Hilfe bedürfen, als Menschen für Menschen.

In enger Verbundenheit

Ihr
Karlheinz Böhm
Karlheinz Böhm

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