Possenhofen

Elisabeths geliebtes Possi

Sissis Vater, Herzog Max in Bayern, erwarb das am Starnberger See gelegene Schloss Possenhofen im Jahre 1834. Die junge Prinzessin Sissi verlebte an diesem idyllischen Ort eine von Glück und Harmonie geprägte Kindheit und Jugend, ahnungslos, dass dies zugleich die unbeschwertesten, sorgenfreiesten Jahre ihres Lebens sein sollten. Da weder ihre Mutter Ludovika - Tochter des bayrischen Königs Maximilian I.- noch ihr Vater Herzog Max in Bayern - aus dem Hause Wittelsbach - repräsentative Verpflichtungen am königlichen-bayrischen Hof hatten, ging es im familiären Kreise sehr ungezwungen und &vdquo;alternativ” zu.

Ihr „Possi”, wie Sissi das alte Gemäuer liebevoll nannte, bedeutete für die Prinzessin vor allem Eines: Freiheit. Sie unternahm lange Ausritte und Bootstouren, genoss die Zeit mit ihren sieben Geschwistern und kümmerte sich hingebungsvoll um ihre zahlreichen Tiere, darunter Pferd und Hirsch. Hinsichtlich dieser prägenden ersten Lebensjahre ist es nicht verwunderlich, dass Sissi als fünfzehnjährige Kaiserin von Österreich das strenge Hofzeremoniell in Wien als Qual empfand.

Obwohl sie Kaiser Franz Joseph in ihr Herz geschlossen hatte, wünschte sie sich zeitlebens nichts sehnlicher als das Wiener „Gefängnis” zu verlassen und in ihr geliebte Possenhofen zurückzukehren. Wann immer es ihr Terminkalender ermöglichte, machte Sissi auch als gereifte Kaiserin in der alten Heimat „Urlaub” vom kaiserlichen Hof und hielt ihrem „Possi” die Treue. Heute befindet sich Schloss Possenhofen in privater Hand und ist leider nicht mehr öffentlich zugänglich.