Kaiservilla

Die Kaiservilla in Bad Ischl

Das idyllisch im Salzkammergut gelegene Städtchen Bad Ischl mitsamt der geschichtsreichen Kaiservilla ist vor allem im ersten Teil der Sissi-Trilogie als Kulisse zu bewundern. Regisseur Marischka drehte einige Szenen in der Auffahrt des imposanten Gebäudes, inszenierte insbesondere aber die berühmte Verlobungsszene Sissis und Franz Josephs auf dem Balkon der Kaiservilla. Im wunderschönen weitläufigen Umland Bad Ischls wurden einige prägnante Außenszenen gedreht: Dort begann die außergewöhnliche filmische Liebesgeschichte, als Sissi sich ihren zukünftigen Ehemann Franz Joseph - im wahrsten Sinne des Wortes - angelte und mit ihm auf die Pirsch ging.

Historisch betrachtet war Ischl - 1906 als beliebter Kurort in Bad Ischl umbenannt - zeitlebens der Lieblingsort von Kaiser Franz Joseph und seiner Mutter Erzherzogin Sophie. Sie war es, die ihrem Sohn 1854 zur Hochzeit mit Prinzessin Elisabeth die Villa Eltz schenkte, ein biedermeierliches Landhaus, dass sie großzügig umbauen und mit zwei Flügelbauten erweitern ließ, damit es die Form eines „E” (Elisabeth) erhalte: Die Geburtsstunde der Kaiservilla. Über sechs Jahrzehnte hinweg wurde die prächtige Biedermeiervilla zur herrlichen Sommerresidenz von Kaiserin Elisabeth und ihrem Gatten Franz Joseph, der sich hier von seinen Regierungsgeschäften, hauptsächlich bei der Jagd, erholte. Von seiner Jagdleidenschaft zeugen hunderte von Trophäen, die seither die Wände der Villa schmücken.

Heute beherbergt ein Großteil der Kaiservilla mit all seinen Originaleinrichtungen ein Museum. Der Urenkel Kaiserin Elisabeths, Erzherzog Markus von Habsburg-Lothringen - Magister der Rechtwissenschaft - bewohnt die Villa mit seiner Frau und den drei Kindern und erhält das kaiserliche Erbe in Bad Ischl aufrecht.