Karlheinz Böhm als Kaiser Franz Joseph

„Onkel Karlheinz”

Karlheinz Böhm lernte seine „Sissi”-Filmpartnerin Romy Schneider 1955 kennen, als sie ihn gemeinsam mit Mutter Magda in seiner Münchner Wohnung besuchte. Schmunzelnd erinnert sich Böhm an diese erste Begegnung: „Sie nannte mich Onkel Karlheinz, wie man das als Wienerin so sagte. Ich erwiderte nur: `Romy, so weit sind wir doch nicht auseinander.` Uns trennten zehn Jahre, Romy war knapp 17, ich 27 Jahre alt.”

Entgegen den Publikumswunsch und der damaligen Presseberichte war das „Sissi”-Traumduo Romy Schneider und Karlheinz Böhm privat kein Liebespaar: „Uns verband ein rein kollegiales Verhältnis, wir mochten und verstanden uns sehr. Eine Liebesgeschichte, die uns alle Welt unterstellte, existierte nie”, so Karlheinz Böhm. An einen besonderen Moment mit Romy während der Dreharbeiten erinnert er sich heute noch sehr genau: „Wir waren für den ersten Sissi-Film in Bad Ischl und hatten einen halben Tag drehfrei. Es war schönes Wetter, wir gingen spazieren. Damals sagte ich ihr, dass ich sie für sehr begabt hielte und dass sie - soweit ich das beurteilen könne - eine große Karriere vor sich hätte.”

Obwohl sich auch Karlheinz Böhm nach dem großen Erfolg der „Sissi”-Trilogie zunächst von seinem „Märchenkaiser-Image” loskämpfen musste, kann er bis zum heutigen Tage nicht verstehen, „dass Romy fast krankhaft gelitten hat unter diesen Filmen, sie hat sich beinahe geschämt dafür. Es war eine solche Belastung für sie, dass die Filme fast mit dazu beigetragen haben, dass sie uns so früh verlassen hat und heute nicht mehr unter uns ist.”

Auszüge aus einem 2005 geführten Exklusiv-Interview der Kinowelt mit Karlheinz Böhm, das als eines zahlreicher Extras auf der „Sissi-Royal DVD Edition” veröffentlicht wurde. Ein Muss für alle „Sissi”- und Karlheinz Böhm Fans.