Sisi Museum - Mythos und Wahrheit

Sisi Museum - Mythos und Wahrheit

Am 24. April 2004, dem 150. Hochzeitstag von Kaiser Franz Joseph und Kaiserin Elisabeth von Österreich, wurde in der Wiener Hofburg das neue Sisi-Museum eröffnet. Die Ausstellung ist in sechs Räumen des historischen Wohnumfelds der Kaiserappartements eingerichtet und wurde von dem renommierten Bühnenbildner Professor Rolf Langenfass gestaltet. Die Besucher erwartet eine gefühlvolle, poetische Inszenierung, die fernab aller Film-Klischees der lieblichen, naiven Kaiserin mit durchaus kritischem Blick das Leben der wahren „Sisi” nachgezeichnet.

Anhand bislang unveröffentlichter persönlicher Objekte der Monarchin, darunter Schönheitsrezepte, Fächer, Sonnenschirme und eine Rekonstruktion ihres Polterabendkleides, wird der Wandel einer legendären Persönlichkeit dokumentiert: von der fröhlichen, unbeschwerten bayrischen Prinzessin zur zwanghaften, verzweifelten Kaiserin von Österreich, die ihr Unglück am kaiserlichen Hof mit schwärmerischer Poesie und krankhaftem Schlankheits- und Schönheitswahn zu kompensieren versuchte.

Das Sisi Museum begleitet Elisabeth als Frau, Dichterin und als rastlos-reisende Kaiserin auf ihren unzähligen Reisen bis zu ihrer tragischen Ermordung in Genf im Jahr 1898. Auch die bislang streng unter Verschluss gehaltene Attentatsfeile des Anarchisten Luigi Lucheni, mit der er Kaiserin Elisabeth durch einen Stich ins Herz tötete, ist erstmals öffentlich ausgestellt.

„Sisi zwischen Mythos und Wahrheit” ist eine sehr beeindruckende, absolut sehenswerte Ausstellung, die in kürzester Zeit zu einer Pilgerstätte für Sis(s)i-Fans aus aller Welt avancierte. Schon im Jahr nach der Eröffnung wurden mehr als 585.000 Besucher gezählt. Damit gehört das Sisi Museum neben den Kaiserappartements und der Silberkammer in der Wiener Hofburg zu den meist besuchten Stätten österreichischer Geschichte.

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