Sisi Museum - Mythos und Wahrheit

Möbelmuseum Wien

Die Sissi Filme waren ein weltweiter Erfolg und werden heute noch von vielen bewundert. Prunk, Tragödie und der liebenswerte Jungstar Romy Schneider verliehen den Filmen Kultstatus - bis heute. Doch die wenigsten Bewunderer der Sissi-Filme kennen auch die Geschichte der Möbel. Zum 50-jährigen Jubiläum der Sissi-Filme wird die Dauerausstellung Sissi im Film - Möbel einer Kaiserin eröffnet.

Die dauerhafte Ausstellung ist integriert in das Möbel Museum Wien und thematisiert nun die historische und filmische Verwendung dieser Möbel. Aus dem Fundus des Hofmobiliendepots wurde das originale Filmmobiliar ausgegraben und lässt somit ein Stück Filmgeschichte wieder aufleben.

In der nationalen Presse wurden die Sissi-Filme immer wieder für die prunkvolle Ausstattung gelobt. Da die Trilogie größtenteils nicht an den Originalschauplätzen Hofburg und Schloss Schönbrunn gedreht wurde, musste das Team sich anderweitig weiterhelfen. In den Wiener Rosenhügelstudios wurde die Kulisse daher mit imperialen Prunk versehen. Kaiserliches Mobiliar bringt erfolgreich den Eindruck von Authentizität in die märchenhaften Filme. Das Team griff auf das Hofmobiliendepot zurück, das seit dem Ende der Monarchie im Besitz der mehr als 65.000 kaiserlichen Gegenstände ist.

Die Möbel einer Kaiserin Die für die Sissi Filme verwendeten Möbelstücke, mussten teilweise erst ausgeforscht und restauriert werden. Jetzt bilden sie das Zentrum des Sis(s)i-Pfades, der durch das Museum führt. Besucher können gleichermaßen Exponate, die tatsächlich aus dem Besitz der Kaiserin stammen, wie Mobiliar, das als Ausstattung für die Filme hergerichtet wurde, bewundern.

In sechs Kojen erforschen Besucher die Geschichte der Möbel. Als Einleitung ist der erste Teil des Pfades der historischen Sisi gewidmet, ehe der Besucher dann im zweiten Teil in die märchenhafte Welt der Sissi Filme eintaucht. Es sind einige Filmszenen mit dem noch vorhandenen, originalen Mobiliar nachgestellt, sowie auch Standbilder in Lebensgröße gezeigt werden. Zusätzlich werden Informationen über die Schauspieler, die Entsstehung der Filme, die Drehorte und die internationalen Kritiken auch durch das Publikum präsentiert. Zu sehen gibt es außerdem Requisiten, zahlreiche Fotos, Filmplakate, originale Programmhefte und vieles mehr...

Die Ausstellung ist Dienstags bis Sonntags von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

Am 24. April 2004, dem 150. Hochzeitstag von Kaiser Franz Joseph und Kaiserin Elisabeth von Österreich, wurde in der Wiener Hofburg das neue Sisi-Museum eröffnet. Die Ausstellung ist in sechs Räumen des historischen Wohnumfelds der Kaiserappartements eingerichtet und wurde von dem renommierten Bühnenbildner Professor Rolf Langenfass gestaltet. Die Besucher erwartet eine gefühlvolle, poetische Inszenierung, die fernab aller Film-Klischees der lieblichen, naiven Kaiserin mit durchaus kritischem Blick das Leben der wahren „Sisi” nachgezeichnet.

Anhand bislang unveröffentlichter persönlicher Objekte der Monarchin, darunter Schönheitsrezepte, Fächer, Sonnenschirme und eine Rekonstruktion ihres Polterabendkleides, wird der Wandel einer legendären Persönlichkeit dokumentiert: von der fröhlichen, unbeschwerten bayrischen Prinzessin zur zwanghaften, verzweifelten Kaiserin von Österreich, die ihr Unglück am kaiserlichen Hof mit schwärmerischer Poesie und krankhaftem Schlankheits- und Schönheitswahn zu kompensieren versuchte.

Das Sisi Museum begleitet Elisabeth als Frau, Dichterin und als rastlos-reisende Kaiserin auf ihren unzähligen Reisen bis zu ihrer tragischen Ermordung in Genf im Jahr 1898. Auch die bislang streng unter Verschluss gehaltene Attentatsfeile des Anarchisten Luigi Lucheni, mit der er Kaiserin Elisabeth durch einen Stich ins Herz tötete, ist erstmals öffentlich ausgestellt.

„Sisi zwischen Mythos und Wahrheit” ist eine sehr beeindruckende, absolut sehenswerte Ausstellung, die in kürzester Zeit zu einer Pilgerstätte für Sis(s)i-Fans aus aller Welt avancierte. Schon im Jahr nach der Eröffnung wurden mehr als 585.000 Besucher gezählt. Damit gehört das Sisi Museum neben den Kaiserappartements und der Silberkammer in der Wiener Hofburg zu den meist besuchten Stätten österreichischer Geschichte.